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Aus neu wird alt

Es ist fast unglaublich. Jetzt bin ich schon ein ganzes Jahr hier in Liebenzell. Irgendwie ist es sehr komisch plötzlich nicht mehr zu den Neuen zu gehören, sondern zu den Alten, die den Einsern erklären wie der Hase läuft. Das Jahr ging so rasend schnell vorbei, dass ich es kaum glauben kann. Habe ich nicht gerade erst selbst erlebt wie man in den ersten Tagen vollgestopft mit Informationen über das Herbstmissionsfest läuft und eigentlich das Gefühl hat keinen Plan von nichts zu haben? Stattdessen erleben das nun meine zwei neuen WG-Mitbewohnerin (Sehr nett, die Zwei!).
Wieder hierher gekommen bin ich direkt aus den warmen Gefilden der Toskana. Dort durfte ich bei einer Freizeit das Teenieprogramm mit 21 genialen Teens machen. Im Vorfeld war das Ganze ziemlich stressig, aber die Freizeit selbst war dann echt entspannt. Morgens hatten wir Programm und nachmittags stand dann meist ein Ausflug auf dem Programm. Wer lieber am Pool chillen wollte konnte das natürlich auch tun.
Für Freitag heißt es dann gleich wieder Koffer packen, auch wenn sich die Anreisezeit sehr in Grenzen hält. Ich darf nämlich dieses Jahr bei der Konfirmandenarbeit mithelfen. Die findet hier nicht wie gewöhnlich einmal pro Woche statt, sondern die Konfirmanden treffen sich an 8 Wochenenden im Monbachtal. Auf diese Arbeit bin ich schon sehr gespannt.
Nach diesem Wochenende geht es dann auch gleich wieder mit den Vorlesungen los. Besonders gespannt bin ich auf Hebräisch, denn der Hebräischunterricht macht den Schwerpunkt des 3. und 4. Semesters aus, aber auch auf die anderen Fächer wie Dogmatik bin ich schon gespannt.

Es ist alles eine Frage der Zeit

Momentan geht so viel ab in meinem Leben, dass ich schon lange nicht dazu gekommen bin etwas zu schreiben. Dabei hab ich noch eine Sache, die ich euch echt gerne mitteilen würde…naja dann muss das ganze eben noch warten bis in den August. Jetzt möchte ich nur mal kurz schreiben, WAS denn überhaupt alles abgeht.
In der zweiten Pfingstferienwoche war ich das zweite Mal bei Adonia dieses Jahr, aber im Ausland (Franken) und mit neuen Aufgaben. Ich durfte Klavier spielen und die Band leiten, was wirklich eine sehr coole Erfahrung war. (Ich glaube nicht, dass jemand aus meiner Band das hier liest, aber wenn doch: danke Leute!) Das Mitarbeiterteam war natürlich auch der Hammer, was aber das tollste war, war unser Gott. Ich durfte erfahren, wie er uns einfach die Woche über durchgetragen hat. Mein Highlight war die Heilung unseres Autos: Ich hatte das Auto meiner Eltern mit dabei (Danke Mama und Papa!) und es hat alles sehr gut geklappt, bis Samstagnacht das Auto auf der Autobahn immer langsamer und langsamer wurde und man einfach kein Gas mehr geben konnte. Mein absoluter Horror! Wir haben es noch irgendwie bis zur Gastfamilie geschafft und Sturm gebetet. Ein bisschen komisch kam ich mir schon vor, um Heilung für ein Auto zu beten. Immerhin musste ich am nächsten Tag – natürlich ein Sonntag – wieder zurück ins Badnerland. Ich kann euch sagen: Gebet hat Macht! Ohne ein weiteres Autoproblem bin ich zu Hause angekommen und in der Werktstatt haben sie nichts gefunden. Thank God!
Seit dem Adoniacamp bin ich dann vor allem mit dem Studium beschäftigt. Die Prüfungszeit steht vor der Tür. Zwei von drei Ausarbeitungen hab ich inzwischen fertig, aber die Zeit drängt und die to do Liste ist lang.
Nach meinen beiden Prüfungen gehe ich dann vom 9.-12. Juli nach Nürnberg zu Awakening Europe. Ich bin schon sehr gespannt, es sollen Christen aus ganz Europa zusammenkommen, um für Europa zu beten, viele Vorträge zu hören und Lobpreis zu machen.
Im Sommer darf ich dann noch eine Freizeit vorbereiten. Zusammen mit einem Mitarbeiter, den ich von Adonia kenne, darf ich für 21 Teens Programm in Italien machen. Auch darauf bin ich schon sehr gespannt.

Unterm Strich kann ich so sagen: Es ist zur Zeit sehr stressig und die Zeit ist knapp. Gerne würde ich noch mehr machen als jetzt schon. Das wichtigste ist aber, dass ich mich durchgetragen fühle und dass ich das Gefühl habe Gott gibt mir die Kraft für all das. Er schenkt mir Ideen für meine Andachten und alles andere was ich brauche.

Beten mit Kindern

Im letzten Semester hatten wir in Pädagogik eine Einheit zum Thema “Beten mit Kindern”, die ich sehr spannend und wichtig fand.
Beten, die Kommunikation mit Gott, ist so wichtig und zwar nicht erst ab dem Teeniealter. Deshalb ging es in dieser Einheit darum, dass in Jungscharstunden, im Kindergottesdienst oder wo auch immer das Gebet ebenso wichtig sein sollte wie die biblische Geschichte, Spiel und Spaß oder das Singen.
Wer hat nicht schon gerade zu Kindern gesagt: “Lasst und jetzt noch schnell beten und dann können wir spielen.” Dabei sollte das Beten doch nichts sein, dass der Freude im Weg steht und eben noch schnell abgehandelt werden muss. Gerade im Gebet können auch Kinder vieles erleben: Einen Vater der sie über alles liebt, einen Freund dem sie alles erzählen können und auch die Anteilnahme anderer, wenn man füreinander betet. Wenn wir als Leiter das nicht authentisch vorleben und uns für das Gebet Zeit nehmen, wird das bei den Kindern nicht ankommen und das Gebet ein lästiges Anhängsel bleiben.
Nach dieser Pädagogikstunde möchte ich versuchen, das Gebet in Kindergruppen ganz klar einzuplanen und mich gerade hier nicht stressen zu lassen. Das wird zwar sicher nicht immer einfach, wenn die Kinder auf ihren Stühlen rumrutschen und andere Dinge in dem Moment gerade viel interessanter finden, aber ich denke ein Bewusstsein dafür ist schon der erste Schritt ;)