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Reach

Diese Sommerferien war ich als Teamleiterin bei Reach dabei. Das ist ein Programm von Teens in Mission. Zuerst besucht man einen kleinen Kongress, der dieses Jahr in Bad Doberan an der Ostsee stattfand und danach ging es mit einem Team, das aus 6-7 Mitgliedern ab 14 Jahren bestand zu einem Einsatz in eine Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt.
Ich selbst durfte die Stadt Zeitz im Süden von Sachsen-Anhalt mit meinem Team kennenlernen und dort die Landeskirchliche Gemeinschaft für 10 Tage unterstützen. Das war eine geniale, aber auch sehr herausfordernde Zeit.
Als wir in Zeitz ankamen waren wir schon etwas geschockt darüber, wie viele Häuser leer stehen und einfach zerfallen. Auch in den Herzen der Menschen schien viel kaputt zu sein. Wir trafen auf einige Menschen, die uns sofort ihre Lebensgeschichte erzählten, obwohl sie uns nicht mal kannten, nur weil wir ein wenig freundlich waren. Das hat unser ganzes Team betroffen gemacht! Man muss nicht weit reisen, um Menschen zu finden, die ganz dringend Hilfe brauchen.
In der Zeit(z) dort haben wir verschiedene Projekte durchgeführt: einen Spielenachmittag, Straßeneinsätze, ein Jugendabend, Schuleinsätze und ein paar kleinere, andere Aktionen. Dabei haben wir uns als Team richtig gut kennengelernt und das war eine spannende Erfahrung. Ich hatte echt ein wunderbares Team und das wichtigste Teammitglied war dabei aber Gott, der uns immer wieder zur Spontanität herausgefordert hat.
Es waren geniale Begegnungen, aber es ist traurig, dass wir die Menschen dort jetzt wieder allein lassen mussten. Ich würde mich freuen, wenn ihr mit für die Gemeinde in Zeitz und ihre Arbeit beten würdet

Frühlingsupdate

Es wird Zeit, dass ich euch mal wieder ein wenig auf dem laufenden halte, was bei mir so abgeht.
Deshalb hier ein kleines Frühlingsupdate:
# Hebräisch: Gerade eben komme ich aus meiner mündlichen Hebräischprüfung und kann jetzt erleichtert einen Haken hinter diese Sprache setzen, auch wenn sie mir um einiges leichter fiel als die Sprachen davor.

# Konfi: Im letzten dreiviertel Jahr durfte ich fünf Konfimädchen intensiv bei 8 Wochenenden begleiten. Am Sonntag nach Ostern wurden sie jetzt konfirmiert. An so einem Tag ist man gleichzeitig stolz auf seine Mädchen und gleichzeitig ein wenig traurig, dass die Zeit vorbei ist.

# Homiletik (Predigtlehre): Seit dem Sommersemester habe ich dieses Fach und es ist ganz schnell zu einem meiner Lieblingsfächer geworden. Es beschäftigt mich sehr, wie ich die Texte der Bibel so vermitteln kann, dass die Menschen möglichst viel davon haben. (Auch wenn das natürlich in erster Linie daran liegt, dass die Bibel Gottes Wort ist und nicht weil ich was mega tolles erzähle ;) )

# Zeltzeit: In zwei Wochen beginnt hier in Liebenzell wieder eine spezielle Zeit: die Zeltzeit. Während die Männer das Zelt hochziehen, helfen wir Frauen an allen möglichen Stellen hier auf dem Berg mit, damit die Feste reibungslos von statten gehen können. Es ist immer eine besondere Zeit der Gemeinschaft und ein Heraustreten aus dem Alltag. Natürlich würde ich mich auch freuen, wenn ich viele Leute auf einer der Veranstaltungen sehen würde. Es ist ja für jede Altersgruppe etwas dabei.

# Hauptstudium: Vor ein paar Wochen durfte ich die Fächer für das nächste Jahr wählen. Ich freu mich, dass der Unterricht immer intensiver und detailreicher wird, aber irgendwie ist es schon auch ziemlich krass, dass im Sommer schon die Hälfe meines Studiums vorbei ist.

# So das wars: was mir jetzt spontan eingefallen ist. In ein paar Tagen kommt dann vielleicht nochmal ein theologischer Beitrag.

Margarine statt Butter

Wer schon mit mir gefrühstückt hat, hat vielleicht auch mitbekommen, dass ich gerne Margarine statt Butter auf mein Brot schmiere. Das mache ich nicht, weil ich glaube, dass Margarine gesünder ist (ich habe keine Ahnung ob sie gesünder ist oder nicht), sondern weil Butter das Lebensmittel mit der schlechtesten CO2 Billanz pro Kilogramm überhaupt ist (auch schlechter als Rindfleisch). Es hat also umweltschutztechnische Gründe. Butter hat eine CO2 Emission von 23800 g pro kg Butter. Margarine “produziert” im Gegensatz dazu nur 1350 g CO2 pro kg Margarine (Quelle: http://www.wendezeit.ch/ernaehrung-co2-emissionen-von-lebensmitteln) und auch im Punkt Kosten schlagen die meisten Margarinen die herkömmliche Butter.
Isst man in einem Jahr statt der durchschnittlich 6 kg Butter (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/5597/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-butter-in-deutschland/) die selbe Menge an Margarine spart man ca. 134 kg CO2. Das entspricht der CO2 Emission eines Mittelklassewagen auf 750 km. (http://www.dekra-online.de/co2/co2_rechner.html).

Ich weiß, dass nicht jeder Margarine so sehr mag wie Butter, aber ich finde inzwischen gibt es einige Margarinen die gar nicht so anders schmecken wie Butter. Gerade beim Backen oder Kochen fällt der Unterschied überhaupt nicht auf. Man muss ja nicht gerade auf einer Butterbrezel die Butter gegen Margarine austauschen ;)