Aus neu wird alt

Es ist fast unglaublich. Jetzt bin ich schon ein ganzes Jahr hier in Liebenzell. Irgendwie ist es sehr komisch plötzlich nicht mehr zu den Neuen zu gehören, sondern zu den Alten, die den Einsern erklären wie der Hase läuft. Das Jahr ging so rasend schnell vorbei, dass ich es kaum glauben kann. Habe ich nicht gerade erst selbst erlebt wie man in den ersten Tagen vollgestopft mit Informationen über das Herbstmissionsfest läuft und eigentlich das Gefühl hat keinen Plan von nichts zu haben? Stattdessen erleben das nun meine zwei neuen WG-Mitbewohnerin (Sehr nett, die Zwei!).
Wieder hierher gekommen bin ich direkt aus den warmen Gefilden der Toskana. Dort durfte ich bei einer Freizeit das Teenieprogramm mit 21 genialen Teens machen. Im Vorfeld war das Ganze ziemlich stressig, aber die Freizeit selbst war dann echt entspannt. Morgens hatten wir Programm und nachmittags stand dann meist ein Ausflug auf dem Programm. Wer lieber am Pool chillen wollte konnte das natürlich auch tun.
Für Freitag heißt es dann gleich wieder Koffer packen, auch wenn sich die Anreisezeit sehr in Grenzen hält. Ich darf nämlich dieses Jahr bei der Konfirmandenarbeit mithelfen. Die findet hier nicht wie gewöhnlich einmal pro Woche statt, sondern die Konfirmanden treffen sich an 8 Wochenenden im Monbachtal. Auf diese Arbeit bin ich schon sehr gespannt.
Nach diesem Wochenende geht es dann auch gleich wieder mit den Vorlesungen los. Besonders gespannt bin ich auf Hebräisch, denn der Hebräischunterricht macht den Schwerpunkt des 3. und 4. Semesters aus, aber auch auf die anderen Fächer wie Dogmatik bin ich schon gespannt.

Und wie sieht deine Stadt aus?

So jetzt ist bei mir endlich mal ein bisschen Ruhe eingekehrt. Ich weiß gar nicht, was man so tut, wenn man Zeit hat. :D Jetzt kann ich endlich von unserem einen Hauskreis erzählen.
Haben wir uns über das Thema Begabungen unterhalten. Wie können unsere Begabungen auch zur Gefahr werden? An welchen Stellen wollen wir unsere Begabungen ausbauen? Dabei ist mir ein gutes Bild eingefallen, das ich mit euch teilen möchte:
Eigentlich kann man sich seine eigenen Begabungen wie eine Stadt vorstellen. Jede Stadt sieht ein wenig anders aus. Der Kirchturm, das Schloss oder der Leuchtturm sind die Fähigkeiten, die besonders herausstechend sind. Manche Leute haben mehrere hohe Türme, aber dafür haben sie auch einige Baracken, die überhaupt nicht schön sind, sondern heruntergefallen aussehen. Das sind dann die Dinge, die wir überhaupt nicht gut können. Andere Leute haben vielleicht kaum besondere Gebäude, aber dafür viele schöne Wohnhäuser und keine hässlichen Baracken. Mit unserer Geburt bekommen wir von Gott unsere Stadt im Rohzustand geschenkt. Manche Gebäude sind schon etwas größer als andere, aber es gibt viele Möglichkeiten die Gebäude auszubauen. Das Material dazu bekommen wir ebenso von Gott geschenkt, aber wir können entscheiden, in welche der Gebäude wir investieren wollen. Wollen wir an den Gebäuden arbeiten, die schon herausragen oder lieber an den kleinen unscheinbaren Gebäuden. Beides verbessert das Bild unserer Stadt. Das Bild kann man immer weiter führen. So haben wir dann auch begonnen über die Einrichtung unserer Häuser und die Verbindung zu den anderen Städten gesprochen. Aber das möchte ich jetzt nicht weiter ausführen, sondern eurer eigenen Kreativität überlassen ;)

P.S. Danke an meinen Hauskreis, dass ihr meine manchmal etwas skurilen Gedankengänge mitmacht ;)

Es ist alles eine Frage der Zeit

Momentan geht so viel ab in meinem Leben, dass ich schon lange nicht dazu gekommen bin etwas zu schreiben. Dabei hab ich noch eine Sache, die ich euch echt gerne mitteilen würde…naja dann muss das ganze eben noch warten bis in den August. Jetzt möchte ich nur mal kurz schreiben, WAS denn überhaupt alles abgeht.
In der zweiten Pfingstferienwoche war ich das zweite Mal bei Adonia dieses Jahr, aber im Ausland (Franken) und mit neuen Aufgaben. Ich durfte Klavier spielen und die Band leiten, was wirklich eine sehr coole Erfahrung war. (Ich glaube nicht, dass jemand aus meiner Band das hier liest, aber wenn doch: danke Leute!) Das Mitarbeiterteam war natürlich auch der Hammer, was aber das tollste war, war unser Gott. Ich durfte erfahren, wie er uns einfach die Woche über durchgetragen hat. Mein Highlight war die Heilung unseres Autos: Ich hatte das Auto meiner Eltern mit dabei (Danke Mama und Papa!) und es hat alles sehr gut geklappt, bis Samstagnacht das Auto auf der Autobahn immer langsamer und langsamer wurde und man einfach kein Gas mehr geben konnte. Mein absoluter Horror! Wir haben es noch irgendwie bis zur Gastfamilie geschafft und Sturm gebetet. Ein bisschen komisch kam ich mir schon vor, um Heilung für ein Auto zu beten. Immerhin musste ich am nächsten Tag – natürlich ein Sonntag – wieder zurück ins Badnerland. Ich kann euch sagen: Gebet hat Macht! Ohne ein weiteres Autoproblem bin ich zu Hause angekommen und in der Werktstatt haben sie nichts gefunden. Thank God!
Seit dem Adoniacamp bin ich dann vor allem mit dem Studium beschäftigt. Die Prüfungszeit steht vor der Tür. Zwei von drei Ausarbeitungen hab ich inzwischen fertig, aber die Zeit drängt und die to do Liste ist lang.
Nach meinen beiden Prüfungen gehe ich dann vom 9.-12. Juli nach Nürnberg zu Awakening Europe. Ich bin schon sehr gespannt, es sollen Christen aus ganz Europa zusammenkommen, um für Europa zu beten, viele Vorträge zu hören und Lobpreis zu machen.
Im Sommer darf ich dann noch eine Freizeit vorbereiten. Zusammen mit einem Mitarbeiter, den ich von Adonia kenne, darf ich für 21 Teens Programm in Italien machen. Auch darauf bin ich schon sehr gespannt.

Unterm Strich kann ich so sagen: Es ist zur Zeit sehr stressig und die Zeit ist knapp. Gerne würde ich noch mehr machen als jetzt schon. Das wichtigste ist aber, dass ich mich durchgetragen fühle und dass ich das Gefühl habe Gott gibt mir die Kraft für all das. Er schenkt mir Ideen für meine Andachten und alles andere was ich brauche.

Eastertime

Meine Osterzeit begann mit einer coolen Aktion, die von einigen Studenten organisiert wurde. Sie hatten Bad Liebenzell in verschiedene Abschnitte eingeteilt. Dann lief jeweils eine Vierergruppe durch einen solchen Abschnitt und betete für die Anwohner, die Geschäfte und die Einrichtungen, die sich in diesem Teil des Ortes befanden. Ich fand das sehr spannend, weil wenn man sich vornimmt: Ich bete jetzt für eine bestimmte Stadt, fällt einem lang nicht so viel ein, wie wenn man tatsächlich durch diesen Ort läuft. Außerdem finde ich es schön, Leute im Gebet auf spätere Begegnungen mit dem Wort Gottes vorzubereiten.

Am Karsamstag ging es für mich dann zu Adonia nach Altensteig. Obwohl ich mir jedes Mal vornehme meinen Koffer leichter zu packen, gelang mir das dieses Jahr auf jeden Fall nicht, was aber vielleicht auch den 1,5 kg Süßigkeiten für meine Kleingruppe geschuldet war. Da meine Kleingruppe aber die aller coolste war, habe ich gern das zusätzliche Gewicht auf mich genommen. Ich war dieses mal zum ersten Mal als Mitarbeiterin dabei. Zu meinen Aufgaben zählte den Tanz einzustudieren, mit einem anderen Mitarbeiter zusammen eine Kleingruppe zu leiten, den CD Verkaufstisch zu organisieren und während den Konzerten an der Technik zu helfen. Das war zwar alles in allem unheimlich anstrengend, hat gleichzeitig aber auch sehr viel Spaß gemacht. Besondere Freude hat mir bereitet mit den Teens über die Dinge zu reden, die sie beschäftigen und mit ihnen zu beten. Es war unheimlich schön zu sehen wie sich Einzelne in der Woche unheimlich weiterentwickelt haben und über sich hinaus gewachsen sind. Bei den vier Konzerten konnte ich einfach nur staunen wie jeder sein bestes gegeben hat und alles so genial geklappt hat.
Die einzige Sache, die dann etwas schief gelaufen ist, war der Mitarbeiterabschluss am Sonntag. Statt am Treffpunkt anzukommen, landeten eine andere Mitarbeiterin, unsere “Gastmutter” und ich nach einem Auffahrunfall im Krankenhaus. Dank Gottes Beistand kamen wir aber alle drei mit einem Schleudertrauma davon. Im Krankenhaus erinnerten wir uns an den Bibelvers den unsere “Gastmutter” uns am Abend vorher auf unser Bett gelegt hatte: “Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.” (Psalm 91, 11)
Im Moment erhole ich meinen Kopf noch zu Hause von dem Unfall und freue mich daran, dass die Sonne scheint :)
In Liebenzell wartet dann schon bald die Zeltzeit mit den ganzen Festen auf mich und Anfang Juni heißt es dann schon wieder: Aaadonia!

Mehr Infos über Adonia unter: www.adonia.de
Ein Zeitungsbericht, über ein Konzert “meines” Chores findet ihr hier: http://www.badische-zeitung.de/wyhl/verliere-ich-meine-wuerde-mein-gesicht-wenn-die-maske-faellt–103244102.html

Engersch

Nachdem die letzten Wochen im Studium bzw. das Leben hier sehr stressig waren, fuhren wir als ganzer Jahrgang von Donnerstag bis Sonntag nach Engersch in die Schweiz. In dem kleinen verschlafenen Örtchen mit einem wunderbaren Blick auf das grandiose Bergpanorama konnten wir ein wenig Auszeit nehmen und etwas neue Kraft tanken für die nächsten stressigen Wochen.
Wir hatten wenig Programm und dafür viel Zeit für uns alleine oder für Gespräche in der Gruppe. Das einzige vorgeschriebene waren Mentoringeinheiten, bei denen wir in bunt zusammengewürfelten Gruppen uns gegenseitig reflektieren sollten, was unser erster Eindruck voneinander war, wie wir uns jetzt sehen und wo wir uns gegenseitig in der Zukunft sehen. Das war sehr spannend und hilfreich.
Wettertechnisch waren wir wirklich gesegnet und so waren wir alle in der Natur unterwegs, in Gruppen oder auch ganz alleine mit Gott. Einfach mal ein paar Stunden sich auf Gott konzentrieren zu können und ihm Freiraum zu geben zu mir zu sprechen hat mir persönlich sehr gut getan. Er hat mir mit Matthäus 23,8 “Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder” noch einmal die Einheit in Christus deutlich gemacht. Mir fiel neben mir ein sehr ebenmäßiger Tannenzapfen auf, den ich auch als Gleichnis für diese Einheit sehen durfte. Die Schuppen des Tannenzapfens sind gleich groß, aber sie sitzen an verschiedenen Punkten, neben verschiedenen anderen Schuppen und deuten in verschiedene Richtungen, alle sind sie aber durch den “Strunk” in der Mitte miteinander verbunden. Genauso sind wir alle gleich in Christus, keiner steht über dem anderen, weil wir alle Brüder sind und in allem sind wir von unserem Herrn, unserem Rabbi abhängig.

Beten mit Kindern

Im letzten Semester hatten wir in Pädagogik eine Einheit zum Thema “Beten mit Kindern”, die ich sehr spannend und wichtig fand.
Beten, die Kommunikation mit Gott, ist so wichtig und zwar nicht erst ab dem Teeniealter. Deshalb ging es in dieser Einheit darum, dass in Jungscharstunden, im Kindergottesdienst oder wo auch immer das Gebet ebenso wichtig sein sollte wie die biblische Geschichte, Spiel und Spaß oder das Singen.
Wer hat nicht schon gerade zu Kindern gesagt: “Lasst und jetzt noch schnell beten und dann können wir spielen.” Dabei sollte das Beten doch nichts sein, dass der Freude im Weg steht und eben noch schnell abgehandelt werden muss. Gerade im Gebet können auch Kinder vieles erleben: Einen Vater der sie über alles liebt, einen Freund dem sie alles erzählen können und auch die Anteilnahme anderer, wenn man füreinander betet. Wenn wir als Leiter das nicht authentisch vorleben und uns für das Gebet Zeit nehmen, wird das bei den Kindern nicht ankommen und das Gebet ein lästiges Anhängsel bleiben.
Nach dieser Pädagogikstunde möchte ich versuchen, das Gebet in Kindergruppen ganz klar einzuplanen und mich gerade hier nicht stressen zu lassen. Das wird zwar sicher nicht immer einfach, wenn die Kinder auf ihren Stühlen rumrutschen und andere Dinge in dem Moment gerade viel interessanter finden, aber ich denke ein Bewusstsein dafür ist schon der erste Schritt ;)

Das Granatapfelproblem im Hohelied

Auf morgen sollten wir für Einführung in das alte Testament das Hohelied der Liebe und einen weiterführenden Text lesen. Als brave Studenten habe ich das natürlich bereits erledigt. Die Frage nach der Auslegung des Hohelied fand ich schon interessant. Ich meine, was hat so ein Buch im Kanon des Alten Testamentes zu suchen? Interessant fand ich, dass eine allegorische Auslegung in so weit zu rechtfertigen ist, dass der Kontext, in diesem Fall der Kontext des alttestamentlichen Kanons, ein Einfluss hat auf die Auslegung des Textes.

Das ist aber eigentlich nicht das, was ich berichten wollte, denn beim Lesen ist mir noch eine Sache aufgefallen.
Ich möchte kurz aus Luther zitieren:
“Deine Lippen sind wie eine scharlachfarbene Schnur, und dein Mund ist lieblich. Deine Schläfen sind hinter deinem Schleier wie eine Scheibe vom Granatapfel.” Hl 4,3
Ähnlich wird es auch in Hl 6 noch einmal beschrieben.
Den Vergleich “Lippen wie eine scharlachfarbene Schnur” kann ich noch gut verstehen und scheint mir auch ein Kompliment zu sein. mit dem Vergleich “Schläfen wie eine Scheibe vom Granatapfel” musste ich dann aber doch sehr hadern. Ich habe mir versucht das ganze vorzustellen und konnte daran einfach nichts attraktives finden. Dann habe ich versucht das Ganze mal mit Gimp darzustellen. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen:
Granatapfel

Also ich weiß ja nicht…irgendwie finde ich sieht das weniger attraktiv und viel eher lustig aus. Könnte beinahe eine Spezies aus Star Trek sein…oder was meint ihr? :D

Der Anschein von Alter

In unserem Unterricht ging es vor kurzem um die Schöpfungsgeschichte und mögliche Versuche biblischen Schöpfungsbericht und Wissenschaft zusammen zu bringen. Ein häufiges und gutes Argument ist, dass die Bibel keine wissenschaftlichen, sondern nur theologische Ansprüche hat. Dieses Argument war mir schon bekannt, neu war mir aber eine weitere Denkmöglichkeit, die uns unser Professor vorstellte. Er ging auf die Möglichkeit ein, dass Gott die Welt mit einem Anschein von Alter geschaffen haben könnte. Damit ist gemeint: Die Welt existiert noch nicht so lange wie sie scheint zu existieren, weil Gott sie quasi nicht als 0 – jährige Erde schuf, sondern als Erde, die anscheinend schon mehrere Millionen Jahre alt ist. Als Stütze für diese Möglichkeit dient dabei die Erzählung von der Speisung der 5000 bei der neben den Broten auch Fische vermehrt werden. Hätte man nun diesen Fisch oder die Teile des Fisches, die ausgeteilt wurde untersucht wäre man sicher nicht zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser Fisch erst ein paar Minuten alt ist. Stattdessen wäre man vermutlich zu der Feststellung gekommen, dass dieser Fisch mehrere Jahre lang gewachsen ist, um seine Größe zu erreichen und dem nach auch schon mehrere Jahre alt ist. Genauso kann man es auch auf das vermehrte Brot übertragen. Jeder der Menschen, der ein Stück davon in der Hand hielt, ging davon aus, dass dieses Brot aus einem Teig entstanden war und dann gebacken worden war. In Wirklichkeit existierte es aber nie im Zustand des Teiges. Überträgt man dies auf die Erde so scheint sie in früheren Zuständen gewesen zu sein bzw. auf bestimmte Weise entstanden zu sein, war aber nie wirklich in diesen Entwicklungsstufen (quasi nie in der Stufe des Teiges).

Ich persönlich weiß noch nicht ganz, was ich von dieser Theorie halten soll, ich denke aber, dass es theoretisch eine plausible Erklärung sein könnte. Es ist auf jeden Fall eine These über die man nachdenken könnte. Wie alles wirklich war, werden wir wohl erst bei Gott erfahren.

Margarine statt Butter

Wer schon mit mir gefrühstückt hat, hat vielleicht auch mitbekommen, dass ich gerne Margarine statt Butter auf mein Brot schmiere. Das mache ich nicht, weil ich glaube, dass Margarine gesünder ist (ich habe keine Ahnung ob sie gesünder ist oder nicht), sondern weil Butter das Lebensmittel mit der schlechtesten CO2 Billanz pro Kilogramm überhaupt ist (auch schlechter als Rindfleisch). Es hat also umweltschutztechnische Gründe. Butter hat eine CO2 Emission von 23800 g pro kg Butter. Margarine “produziert” im Gegensatz dazu nur 1350 g CO2 pro kg Margarine (Quelle: http://www.wendezeit.ch/ernaehrung-co2-emissionen-von-lebensmitteln) und auch im Punkt Kosten schlagen die meisten Margarinen die herkömmliche Butter.
Isst man in einem Jahr statt der durchschnittlich 6 kg Butter (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/5597/umfrage/pro-kopf-verbrauch-von-butter-in-deutschland/) die selbe Menge an Margarine spart man ca. 134 kg CO2. Das entspricht der CO2 Emission eines Mittelklassewagen auf 750 km. (http://www.dekra-online.de/co2/co2_rechner.html).

Ich weiß, dass nicht jeder Margarine so sehr mag wie Butter, aber ich finde inzwischen gibt es einige Margarinen die gar nicht so anders schmecken wie Butter. Gerade beim Backen oder Kochen fällt der Unterschied überhaupt nicht auf. Man muss ja nicht gerade auf einer Butterbrezel die Butter gegen Margarine austauschen ;)

Fluch und Segen Davids

In “Einführung in das alte Testament” haben wir uns mit König David, seiner Sünde und den Folgen daraus beschäftgt.
Er schlief mit Batseba, einer verheirateten Frau und tötete auch noch deren Mann. Die Strafe für seine Sünden steht in enger Beziehung mit seinen eigenen Vergehen. In seiner Familie kommt es zu sexuellen Vergehen: Amnon vergewaltigt seine Schwester Tamar und Davids Sohn Absalom vergreift sich an dem Harem seines Vaters. Genauso kommt es auch zu mehreren gewaltsamen bzw. frühzeitigen Toden: Der Sohn mit Batseba stirbt als Baby. Absalom tötet seinen Bruder Amnon und dieser wird später, als er den Aufstand gegen seinen Vater wagt, von dessen Heerführer Joab getötet. Das klingt alles sehr schrecklich und nicht wirklich nach einem gnädigen Gott, oder? Nach einem gerechten Gott schon eher. David wird mit ähnlichen Vergehen bestraft, wie jene die er selbst Begangen hat.
Und jetzt kommt mein ABER:
Ja, David erhält eine gerechte Strafe für seine Vergehen, aber die Strafe hat ein Anfang und ein Ende. Sie ist begrenzt. Im Gegensatz dazu steht der Segen den David von Gott erhält. Schon lange vor seiner Sünde hat Gott ihn erwählt, damals als junger Hirte wurde er von Samuel ohne dass er irgendwelche großen Taten vollbracht hatte zum König gekrönt; und Gottes Segen geht weit über die Zeit der Strafe hinaus. Die Segenslinie Davids geht, wie wir wissen, bis zu Jesus, dem größten Segen der Menschheit überhaupt. Außerdem entsteht diese Linie über Salomo gerade eben aus der Beziehung mit Batseba. Das Schuldbekenntnis selbst wird zum Segen und hält im Gegensatz zum Fluch Davids weit über sein Leben hinaus an. Segen und Gnade übertreffen bei weitem Fluch und Strafe. Ist Gott also wirklich nur gerecht? Ich sage: Nein! Gott ist beides: Gerecht und gnädig.

Die Weisheit ist höher als der Himmel: Was willst du tun? Tiefer als die Hölle: Was kannst du wissen? Hiob 11,8